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Offener Brief an die Rheinbahn AG Düsseldorf

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstagmorgen erreichte die Piratenpartei Meerbusch der Hinweis von zwei Einwohnern zu angeblich mangelhaften Zuständen auf dem eingerichteten Schienenersatzverkehr zwischen Düsseldorf Lörick und Belsenplatz.

Wir haben diese Hinweise zum Anlass genommen, uns selber ein Bild von der Lage zu machen und konnten im Selbstversuch erfahren, dass der uns geschilderte Sachverhalt gelinde gesagt eine Untertreibung war.

So mussten wir feststellen, dass zur Hauptverkehrszeit am Samstag gegen 15:00 Uhr für die ohnehin schon gut gefüllte Bahn der Linie U76 ab Lörick gerade mal ein Ersatzbus zur Verfügung stand.
Man muss kein Doktor der Mathematik sein um zu berechnen, wie reibungslos das Umverfrachten von über 100 Personen auf einen Linienbus mit insgesamt ca. 70 Plätzen funktionieren kann.
Bereits ab dieser Haltestelle wurde so einigen Reisenden eine Weiterfahrt unmöglich gemacht. So schafften es zwei Mütter mit ihren Kinderwagen schlicht und ergreifend nicht mehr, in dem überfüllten Bus einen Platz zu finden. Das gleiche Schicksal ereilte nun im Folgenden auch weitere Personen, die sich auf dem weiteren Streckenverlauf eine Mitfahrt erhofften.

Am Belsenplatz angekommen ergoss sich schließlich der Strom von Fahrgästen, die zur Bahnhaltestelle eilten. Bedingt durch ein Gruppenverhalten, was Menschen in einer solchen Situation an den Tag legen, geschah dies unter Außerachtlassung des übrigen Straßenverkehrs und roter Fußgängerampeln.

Der Unmut der wartenden Rheinbahn-Kunden wurde nun noch mal um so größer, da man nun im einsetzenden Regen noch weitere 15 Minuten auf die Anschlussbahn warten durfte.
(Einen entsprechenden Eindruck konnten wir bildhaft dokumentieren.)

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(Foto CC-BY: Marc Janssen)

 

Weitaus schlimmere Zustände ließen sich dann Sonntag Abend in umgekehrter Fahrtrichtung beobachten. Auch hier stand ab Belsenplatz lediglich wieder nur ein Ersatzbus zur Verfügung. Wieder konnten mehrere Fahrgäste keinen Platz mehr in dem komplett überfüllten Bus finden, was aber einige Kunden nicht daran hinderte, dennoch ihre Fahrräder gewaltsam hinein zu drücken. Ein Einschreiten durch den Busfahrer oder die anwesende Person des Servicedienstes blieb aus.

Auf Nachfrage wann der nächste Ersatzbus zu erwarten sei, wurde uns freundlich mitgeteilt, dass ein weiterer Bus in 10 Minuten zu erwarten sei. Besagter Bus stand auch 10 Minuten später zur Verfügung, wartete aber weitere 20 Minuten, wodurch auch dieser Bus nun wieder sehr gut gefüllt war. Besagter Bus hatte nun zusätzlich auch noch Schwierigkeiten zu starten, da durch das lange Warten scheinbar unterdessen die Batterie schwach geworden war.

Ab Lörick durften wir nun feststellen, dass die dort bereit stehende Ersatzbahn bereits mit wartenden Kunden besetzt war, die zuvor den überfüllten Bus genommen hatten und nun ihrerseits augenscheinlich bereits seit über 30 Minuten auf eine Weiterfahrt hofften. Die Stimmung der Fahrgäste war zu diesem Zeitpunkt bereits merklich aggressiv geworden.
Nun bot diese Bahn aufgrund der angefallenen Menge an Fahrgästen wiederum nicht genug Platz, was noch durch den Umstand verschlimmert wurde, dass im hinteren Wagen größere Bereiche auf Boden und Sitzen mit Sand abgedeckt waren, der wohl Erbrochenes des Vortages aufnehmen sollte.

Abschließend müssen wir feststellen, dass von einem „Schienenlosen Ersatzverkehr“ nicht die Rede sein kann, sondern vielmehr von einem „Ersatzlosen Schienenverkehr“. Darüber hinaus konnten auf dem gesamten Abschnitt am Sonntagabend keinerlei Bautätigkeiten beobachtet werden.

Wir fordern Sie daher eindringlich auf, für die zwei weiteren ausstehenden Termine der Gleisbauarbeiten, die oben genannten Mängel im Sinne Ihrer Kunden zu beseitigen.

Um dem selbstauferlegten Serviceversprechen der Rheinbahn nachkommen zu können, werden hier zu Stoßzeiten zwingend weitere Busse benötigt, sowie geschultes Personal, das vor Ort mehr Unterstützung bietet, gerade auch bei Straßenquerungen der Fahrgäste.

Sofern ein erweiterter Busverkehr nicht zu gewährleisten ist, muss an allen Haltestellen zumindest darauf hingewiesen werden, dass eine Fahrradmitnahme nicht möglich ist.

Die Piratenpartei Meerbusch wird sich aus den angeführten Gründen zu diesem Zweck an den beiden kommenden Wochenenden erneut ein Bild von der Situation machen.

Mit freundlichen Grüßen

Piratenpartei Meerbusch
i.V. Marc Janßen

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