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E-Mobilität – Ist das ein Konzept oder kann das weg?

piratwizy

Im Zuge der vergangenen Haushaltsberatungen wurde der Antrag unserer Fraktion ohne Gegenstimmen angenommen, dass die Verwaltung ein Elektromobilitätskonzept für die Stadt Meerbusch erstellen soll.

Bereits wenige Woche später steht dieser Punkt nun für die kommende Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 01. Februar auf der Tagesordnung.

Der Wortlaut der Beschlussvorlage:

Der Bau- und Umweltausschuss beauftragt die Verwaltung einen Förderantrag beim BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) für die Bezuschussung zur Beschaffung von 5 Elektrofahrzeugen (3 in 2017 und 2 in 2018) zu stellen.

Bei allem gebührenden Respekt für die sonstige Arbeit unserer Stadtverwaltung:
Das ist kein Konzept – das ist ein Beschaffungsantrag!

Ein Konzept umfasst unserer Meinung mindestens folgende Punkte:
1. Bedeutung der Elektromobilität für Meerbusch (Klimaschutz, Luftreinhaltung, Lärmminderung, regionalwirtschaftliche Aspekte)
2. Status Quo: Aktuelle Zahl der Elektrofahrzeuge, Pedelecs und E-Bikes, sowie die aktuellen Anzahl aller öffentlichen Ladestationen
3. Kommunaler Handlungsspielraum im Hinblick auf das Elektromobilitätsgesetz
4. Analyse der Handlungsfelder (Anforderung an die Ladeinfrastruktur, Kooperationen, Informationen, Anreize, Umstellung des eigenen Fuhrparks, Preis-Leistungsverhältnis)
5. Konkretisierung der Handlungsfelder
6. Zeitlicher Ablauf, Planungsziele

Natürlich werden wir diesem Beschaffungsantrag zustimmen.
Aber wir werden nicht akzeptieren, diese Beschlussvorlage als „Konzept“ zu verabschieden.

Mit Interesse haben wir die Anforderung der Stadt an die anzuschaffenden Fahrzeuge zur Kenntnis genommen:

Die maximalen Fahrtstrecken von ca. 80 km (in der Regel weniger) je Fahrt oder pro Tag, können somit einfach mit Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass die meisten Fahrten mit wenig Gepäck und oftmals auch nur mit einer Person erfolgen.

Bei dieser Bedarfsermittlung sehen wir durch den Einsatz von alternativen Fahrzeugtypen erhebliches Sparpotential. Als Beispiel sei hier der Renault Twizy genannt. Bei einer Anschaffung von einem Elektro-KFZ für 25.000 € und vier weiteren Twizy, kommen wir ohne jegliche Förderung auf eine Summe von 65.000 € für insgesamt fünf Fahrzeuge, anstatt der durch die Verwaltung kalkulierten 75.000 € für lediglich drei Fahrzeuge.

Die Piraten sind hier schon wesentlich weiter: Bereits seit Dezember kurvt unser „Piratwizy“ durch den Rhein-Kreis Neuss.
Sehr gerne laden wir die Stadtverwaltung dazu ein, unser Fahrzeug für eine Woche zu Testzwecken zu nutzen, um sich ein eigenes Bild über eine smartgerechte Mobilität zu machen.

Link: Die komplette Beschlussvorlage

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